Über SubKon und Michael Bubendorf

Warum eigentlich SubKon?

Vor 2 Jahren - Kultur
Rock gegen die Technokratie

„Du wirst tun, was wir dir sagen. Wir wissen, was am besten für dich ist. Du lebst in Angst und brauchst Schutz. Es ist Zeit aufzugeben. Wir können dich retten. Alles was wir von dir brauchen, ist deine Konformität.“

So singt Mathew Bellamy von der Band «Muse» im neuen Song «Compliance». Ich hatte nicht mehr darauf gehofft, so deutliche Worte von einer meiner Lieblingsbands zu hören. Musiker waren die grosse Enttäuschung der letzten zwei Jahre. Natürlich, es gab und gibt löbliche Ausnahmen, sogar ganze Netzwerke von Musikern, die sich gegen die Impfapartheid einsetzen. Eric Clapton, der geübte Waldgänger, sticht besonders hervor. Positiv überrascht haben mich auch Nena und Helge Schneider, deren Werke mich aber leider nicht berühren.

Und doch, die meisten meiner Lieblingsmusiker werden für mich nie mehr sein, was sie einmal waren. Tom Morello lieferte einst die wunderbar irren Gittarenläufe zu „Killing in the Name“, in dem Sänger Zack nicht weniger als 16-mal den Satz ausspeit „Fick Dich, ich werde nicht tun was Du von mir verlangst“. Ebenfalls Morello verdanken wir den unvergleichlichen Spannungslauf, der die Medienkritik von „Bullet in the Head“ erst so dringlich macht. Und heute? Heute spricht Morello davon, dass wir kurz vor einem faschistischen Putsch standen, prangert damit aber leider nicht die Corona-Massnahmen an, sondern den angeblichen „Sturm auf das Capitol“. Auch „Die Ärzte“, deren Frontmann Farin Urlaub einst so herrlich zynische Worte an den „Lieben Staat“ richtete, sind stramm auf Covid-Linie und entblödeten sich nicht einmal, das Intro zur Deutschen Tagesschau live im ARD-Studio zu spielen. Die US-Punker „The Offspring“ feuerten ihren Drummer, weil dieser sich nicht impfen lassen kann. Die „Foo Fighters“ – immer noch vom Erbe des grossen Kurt Cobain zehrend – planten schon im Juli 2021 Konzerte nur für Geimpfte zu spielen, wozu es nicht kam, weil ein Bandmitglied am geplanten Konzerttermin dummerweise an Covid erkrankte. Im März 2022 verstarb dann Taylor Hawkins, der Drummer der Band. Wie es sich für einen anständigen Rockstar gehört, wurden in Hawkins' Leiche nicht nur Vitamine gefunden. Opioide, Benzodiazepine, Antidepressiva, THC und mindestens sechs weitere Substanzen stellte der toxikologische Bericht fest. Interessanterweise wurde die Todesursache des mutmasslich geimpften Schlagzeugers nicht bestätigt.

Nun, die lange Liste musikalischer Kultanhänger der Technokratie liesse sich fortsetzen.

U jetz bisch du cho, grad jetz, wonis nümm hätti dänkt. Nein, nicht die Impfturbo-Mundartpoeten aus Bern sind gemeint. Sondern Muse! Die britische Rockband deren Pathos mich schon seit vielen Jahren begeistert und begleitet. Immer schon gesellschaftskritisch, haben viele ihrer älteren Songs eine technokratische Dystopie vorweggenommen. Nachdem die Band zuletzt eher langweilte, kracht „Compliance“ wieder mit der Tür ins Haus, reisst mit, knallt so richtig rein. Ein gruseliges Video hilft, die Nachricht durchzubringen: Die Dystopie ist hier und sie ist hier, weil alle mitmachen. Schon im Januar haben die Briten mit „Won‘t stand down“ eine kritische Betrachtung der Zwangsmassnahmen angedeutet, auch wenn man den Song auch als Hymne auf eine verflossene Liebe interpretieren kann. Jetzt mit „Compliance“ ist die Botschaft klar. Und auch wenn sich die Bandmitglieder in Interviews zurückhaltend zur aktuellen Politik äussern, der Kuss der namensgebenden Muse entfaltet ihre Wirkung in der Musik der Band. Was die Globalisten brauchen, ist unsere „Compliance“. Unsere Zustimmung, unsere Einhaltung, unsere Konformität, unsere Unterwürfigkeit.

Die neuen Songs machen Lust auf mehr. Im August erst soll das neue Album erscheinen und trägt den verheissungsvollen Titel „The Will of the People“. Ich bin gespannt und wage auf ein Konzeptalbum zu hoffen, das mit der Technokratie der Gegenwart abrechnet. Zweckpessimistisch rechne ich zwar mit allem, auch mit einer Abgrenzung gegen „Verschwörungstheorien“. Im sozialistisch geprägten Rockmillieu ist der Konformitätsdruck skurrilerweise besonders hoch. Doch bis auf weiteres feiere ich Muse und singe laut mit.





6 Kommentare:

Michael Bubendorf: Antwort von SubKon an Pat
Danke Dir Pat - für den richtigen Hinweis, ich habe dies in meinem Text korrigiert. Wie Du richtig vermutet hast, sind die "Foo Pfizers" leider richtig üble Impfturbos.



Pat: Foo Fighters
Lieber Michael Spannend, danke vielmol! Ich bin ein top Fan von Foo Fighters. Ich habe mich fest gefreut zu lesen : [...] planten Konzerte nur für Ungeimpfte[...] . In der Ausgabe liest man aber : "nur für Geimpfte." Muss ich mich mit der enttäuschenden Version zufrieden geben?



Marko Dakovic: Staatskünstler
Danke für diesen hochinteressanten Beitrag. Nach zwei Jahren staune ich immer noch nicht schlecht darüber, wie sich anscheinend viele (viel zu viele?) 'Alternative' (Künstler, Musiker) dem Covid-Regime angedient oder in dröhnendes Schweigen gehüllt haben. Wie so manche ansonsten super-kritische Intellektuelle. Die 'sozialistische Prägung' scheint eine Erklärung zu bieten, das schwarz-weisse Links-Rechts-Schema (wobei links immer 'gut' ist), der Kult der falsch verstandenen Solidarität. Aber wie es zu einer derartigen Blindheit, bzw. Duckmäusertum gegenüber Autoritarismus und Zwang kommen konnte, wird man wohl nie ganz verstehen können.



Mike: Teufels-Pakt
Schön geschrieben. Wer weiss, vielleicht liegt es auch daran, dass viele der Berühmten einen Pakt mit dem Teufel bzw. mit dem Platten-Label geschlossen haben? Was zu Compliance der gegen Compliance auftretenden führt? Das würde mglw. einiges erklären...



Gäbu: Rapperswil
Hallo Michael. Schade hat das Video gestern in Rapperswil nicht funktioniert, das wäre sicher ein toller opener gewesen. Nach deinem Hinweis zu Muse habe ich mir heute morgen das Video und den Song reingezogen und war erfreut, dass es noch Künstler gibt, die Klartext reden!



christine: muse - compliance
lieber michael jetzt ist mir klar, dass du gestern mit diesem song in den ochsen-saal eingefahren wärst! was für ein noch grösseres spektakel das gewesen wäre, als dein toller auftritt sowieso schon war. wow, perfekt! alles liebe wünsch ich dir und deiner familie. herzlichst, christine (1.reihe :-))



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